Rebsorten

Portugieser

Portugieser gehört zu den traditionellen roten Rebsorten Deutschlands und ist besonders eng mit der Pfalz und Rheinhessen verbunden. Trotz seines Namens führt seine historische Spur nicht nach Portugal. Die historische Spur führt vielmehr nach Südosteuropa beziehungsweise in den Raum der ehemaligen Habsburgermonarchie. In Deutschland wird die Sorte seit dem 19. Jahrhundert kultiviert. Das Deutsche Weininstitut weist für 2023 rund 2.196 Hektar aus und führt Portugieser nach Spätburgunder und Dornfelder als drittwichtigste deutsche Rotweinsorte.

Im Weinberg ist Portugieser wüchsig, ertragssicher und früh reifend. Die Sorte kommt auch mit leichteren, nährstoffarmen Sandböden zurecht, reagiert aber empfindlich auf starke Winterfröste und fühlt sich auf feuchten, schweren Böden weniger wohl. Hohe Erträge können zu schlanken, neutraleren Weinen führen; eine bewusste Ertragssteuerung verbessert Konzentration und Fruchtdefinition. Weil die Trauben früh ausreifen, lässt sich eine moderate Alkoholreife erreichen, bevor die Säure vollständig absinkt.

Als Rotwein ergibt Portugieser meist helle Farbe, wenig Gerbstoff und eine unkomplizierte Struktur. Typische Assoziationen sind rote Johannisbeere, Erdbeere, Himbeere und Sauerkirsche. Gerade diese geringe Tanninlast macht die Sorte für Rosé interessant. Bei kurzer Maischestandzeit gelangen nur ein Teil der Farbstoffe und kaum harte Gerbstoffe aus den Schalen in den Most. Der anschließend hell gekelterte Most kann kühl vergoren und fruchtbetont ausgebaut werden.

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Portugieser Rosé lieblich 2025 – Weingut Schaurer

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