Cuvées doch mal!
Der Wein, der sich nicht für eine Rebe entscheiden konnte – und damit recht hatte.
Die besten Teams im Glas:
Cuvée heißt nicht einfach „zusammengekippt“, sondern ziemlich clever kombiniert. Verschiedene Rebsorten bringen unterschiedliche Stärken mit und ergeben gemeinsam einen Wein, der runder, spannender oder einfach besonders gut abgestimmt schmeckt. Hier findest du die Mischungen, bei denen Teamwork eindeutig die bessere Idee war.
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Cuvée heißt eigentlich nur "Tank"
Das Wort kommt vom französischen „cuve“ – Bottich, Tank. Ursprünglich meinte „Cuvée“ nur: eine bestimmte Abfüllung aus einem bestimmten Tank. Nicht zwingend mehrere Rebsorten. Erst mit der Zeit hat sich die Bedeutung zu „Verschnitt“ verschoben – geblieben ist das Wort für „besondere, ausgewählte Abfüllung“.
Wie entsteht eine Cuvée?
Fertige Weine, neu zusammengestellt
Jede Rebsorte wird für sich vergoren, gereift, verkostet – erst danach entscheidet der Winzer, wie viel von jeder Sorte in die Cuvée kommt.
Warum macht man das? Jede Traube bringt etwas anderes mit!
Kein Zufallsprinzip: Eine Rebsorte liefert Säure, eine Körper, eine Aroma – der Vinnzer kombiniert die Stärken, statt sich auf eine einzige Sorte zu verlassen. Im Bordeaux-Blend zum Beispiel bringt Cabernet Sauvignon die Struktur, Merlot die Weichheit, Cabernet Franc die Aromatik. Das ist die Handwerkslogik hinter jedem Verschnitt, auch bei unseren Cuvées.
Immer noch Fragen? Cuvée kurz erklärt:
Ist eine Cuvée schlechter als ein reinsortiger Wein?
Nein, im Gegenteil: Die berühmtesten Weine der Welt (Bordeaux, Champagner) sind fast immer Cuvées. Der Verschnitt ist oft der anspruchsvollere Teil der Arbeit, nicht die Notlösung.
Warum steht bei Cuvées oft keine Rebsorte auf dem Etikett?
Weil der Winzer bewusst die Mischung als Marke setzt, nicht die einzelne Rebsorte. Der Name der Cuvée wird zum Erkennungsmerkmal statt der Sorte.
Werden die Rebsorten einer Cuvée gemeinsam vergoren?
Beides ist möglich. Häufig werden die Rebsorten zunächst getrennt verarbeitet und erst später miteinander vermischt. Sie können aber auch schon als Trauben oder Traubensaft zusammengeführt und anschließend gemeinsam vergoren werden. In beiden Fällen entsteht eine Cuvée.
Schmeckt man bei einer Cuvée jede einzelne Rebsorte heraus?
Nicht unbedingt. Eine gute Cuvée soll nicht wie mehrere Weine nebeneinander schmecken, sondern wie ein stimmiges Ganzes. Manche Rebsorten bringen mehr Frucht, andere Frische, Würze oder Körper. Am Ende zählt, wie gut alles zusammenspielt.



