Von leicht süß bis "muss ich jetzt zum Zahnarzt?"

Wein so süß wie Du

Für alle, die Zucker lieber trinken statt essen. Süß, komplett drüber und genau deshalb so gut. Schmeckt ein bisschen nach „warum ist die Flasche schon leer?“ und ein bisschen nach fehlender Selbstkontrolle. Gefährlich lecker ab dem ersten Glas.

Wie süß bist du heute?

Nicht jeder süße Wein ist gleich Dessert im Glas. Manche wirken einfach nur fruchtiger und weicher, andere sind deutlich süß und wollen genau das sein. Deshalb haben wir diese Kategorie in vier Stufen aufgeteilt – damit du schneller findest, worauf du wirklich Lust hast.

Fruchtig-frisch
Für alle, die es weich mögen, aber nicht richtig süß.

Hier wirkt der Wein vor allem fruchtig, leicht und unkompliziert. Perfekt, wenn du eigentlich keinen „süßen Wein“ suchst, aber trockene Weine oft zu streng findest.

Zart süß
Ein bisschen Süße, aber noch ganz entspannt.

Diese Weine sind weich, rund und charmant, ohne direkt klebrig oder schwer zu wirken. Gute Wahl, wenn du Frucht magst und es nicht zu trocken sein soll.

Mild süß
Hier darf die Süße schon deutlich mitreden.

Mild süße Weine sind voller, weicher und oft richtig gemütlich im Glas. Nicht mehr nur fruchtig, sondern schon klar auf der süßen Seite.

Richtig süß
Für alle, die nicht so tun wollen.

Das hier ist kein „vielleicht ein bisschen süß“, sondern richtig süß. Perfekt, wenn du Dessertwein-Gefühl magst oder einfach Wein willst, der weich, rund und deutlich süß schmeckt.

Was ist diese Restsüße? Und was macht sie überhaupt?

Restsüße ist der Zucker, der nach der Herstellung noch im Wein bleibt. Auf Weinflaschen oder Produktseiten siehst du das oft als Wert wie 22,9 g/l. Das bedeutet: In einem Liter Wein stecken noch 22,9 Gramm Zucker.

Klingt erstmal nach Mathe, hilft aber beim Einschätzen. Wenig Restsüße bedeutet meistens: Der Wein schmeckt eher trocken und klar. Ab etwa 12 g/l merkt man die Süße deutlicher, bei 20–40 g/l wird’s mild bis süß. Und ab ca. 45 g/l sagt der Wein quasi: „Ja, ich bin süß. Und ich stehe dazu.“

Vielleicht hilft dir der Wert beim Aussuchen… aber am Ende zählt natürlich, wie süß sich der Wein wirklich im Glas anfühlt.

Süßer Wein hat keinen schlechten Ruf verdient. Trocken ist kein Ritterschlag.

Irgendwann hat dir jemand erklärt, dass guter Wein trocken sein muss. Vielleicht ein Typ beim Dinner. Vielleicht das Internet. Stimmt nicht. Geschmack funktioniert nicht nach Rangordnung – und Wein auch nicht.

„Also ICH trinke nur trocken.“ Wir nicht.

Süße Ecke: Alle süßen Weine

Eine Frau sitzt auf einer Dachterrasse und trinkt Wein. Sie hält Zuckerwatte am Stiel in der anderen Hand.

Immer noch Fragen? Süßer Wein kurz erklärt:

Passt süßer Wein nur zu Dessert?

Nö. Süßer Wein kann auch ziemlich gut zu scharfem Essen, würzigem Käse oder salzigen Snacks passen. Gerade bei Chili und kräftigen Gewürzen wirkt die Süße oft angenehm ausgleichend. Dessert ist also nur eine Möglichkeit, nicht die einzige.

Wie kalt sollte süßer Wein getrunken werden?

Am besten gut gekühlt, aber nicht eiskalt. Etwa 8 bis 10 °C passen bei den meisten süßen Weißweinen ziemlich gut. Ist der Wein zu warm, wirkt die Süße schnell schwerer. Direkt aus dem Kühlschrank darf er deshalb ruhig ein paar Minuten im Glas ankommen.

Ist süßer Wein automatisch weniger hochwertig?

Ganz und gar nicht. Süße sagt nichts darüber aus, wie gut oder schlecht ein Wein gemacht ist. Auch sehr hochwertige Weine können deutlich süß schmecken. Entscheidend ist, ob Süße, Frucht und Frische gut zusammenpassen und der Wein nicht einfach nur klebrig wirkt.

Wie lange hält sich süßer Wein nach dem Öffnen?

Mit Verschluss im Kühlschrank meistens mehrere Tage. Viele süße Weine halten sich sogar etwas länger als leichte, trockene Weine. Als grobe Orientierung kannst du mit drei bis sieben Tagen rechnen. Wenn er plötzlich komisch riecht oder schal schmeckt, hatte er seine beste Zeit.

Wie kommt die Süße in den Wein und wird dafür Zucker hinzugefügt?

Trauben enthalten von Natur aus Zucker. Bei der Herstellung verwandelt Hefe einen großen Teil davon in Alkohol. Für einen süßen Wein sorgt der Vinnzer dafür, dass etwas von diesem natürlichen Zucker im Wein bleibt. Manchmal wird die Gärung dafür früher gestoppt, manchmal wird später noch süßer Traubensaft hinzugegeben. Die Süße kommt also aus der Traube und nicht einfach aus einem Löffel Haushaltszucker.

Warenkorb
Nach oben scrollen