Aus Rot wird Weiss - Blanc de Noir
Weißer Wein aus roten Trauben, bidde wa?
Die Kategorie Kracher:
Rote Traube, weißer Wein und kein einziger Zauberstab weit und breit. Entdecke unsere Blanc de Noirs und finde heraus, wie die Vinnzer die Farbe einfach draußen lassen.
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Cabernet Blanc de Noir 2025
€ 9,50€ 12,67 / l
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Produkt enthält: 0,75 l
Details
Wie geht das überhaupt? Die Farbe steckt nie im Saft!
Bei praktisch jeder Traube – auch bei roten – ist das Fruchtfleisch im Inneren klar. Die Farbe sitzt ausschließlich in der Schale. Presst man rote Trauben schnell und schonend, ohne dass der Saft lange mit den Schalen in Kontakt bleibt, läuft heller, fast farbloser Saft heraus. Der Rest ist Winzerhandwerk: schnelle Pressung, kühle Temperaturen, Vergärung wie bei einem Weißwein. Kälte spielt dabei eine eigene Rolle – sie bremst die Farbextraktion zusätzlich, weshalb viele Winzer nachts oder gekühlt lesen und pressen.
Weiße Traube, kein Farbstoff vorhanden
Rote Traube, ~0 Std. Schalenkontakt
Rote Traube, wenige Stunden Schalenkontakt
Rote Traube, Wochen auf der Maische
Ein und dieselbe rote Traube kann – abhängig von der Schalenkontaktzeit – jedes dieser drei Ergebnisse liefern.
Warum macht man das dann? Nicht als Trick – aus gutem Grund.
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Frische statt Tannin
Ohne Schalenkontakt gibt es kaum Gerbstoffe. Der Wein wird leicht, frisch und unkompliziert statt kräftig und tanninhaltig.
🍽️
Vielseitiger auf dem Tisch
Leichte Blanc de Noirs passen zu deutlich mehr Gerichten als ihre kräftigen roten Geschwister.
🍇
Rote Trauben, anders genutzt
Winzer können Rebflächen flexibler nutzen – dieselbe Traube ergibt so zwei ganz unterschiedliche Weinstile.
🥂
Tradition aus der Champagne
Die berühmteste Anwendung überhaupt: Champagner besteht oft mehrheitlich aus roten Trauben – hell gepresst.
"Blanc de Noirs" ist kein Vinnfred-Wort
Der Begriff kommt ursprünglich aus der Champagne und ist dort eine offizielle Stil-Bezeichnung – kein Marketing-Trick, sondern anerkannte Klassifizierung.
Blanc de Noirs vs. Blanc de Blancs
In der Champagne wird genau unterschieden, aus welchen Trauben ein Wein entsteht – die Bezeichnung steht oft direkt auf dem Etikett.
Blanc de Noir
100 % aus roten Trauben (meist Pinot Noir und/oder Pinot Meunier), hell gepresst.
Blanc de Blancs
100 % aus weißen Trauben (meist Chardonnay). Der Gegenentwurf – hier ist die helle Farbe keine Überraschung.
Immer noch Fragen? Blanc de Noir Kurz erklärt:
Ist das dasselbe wie Weißherbst?
Nein, ähnlich, aber nicht identisch. Weißherbst ist eine geschützte deutsche Bezeichnung für einen Rosé aus nur einer roten Rebsorte. Blanc de Noir wird ebenfalls aus roten Trauben gemacht, soll farblich aber wie ein Weißwein aussehen.
Ist Blanc de Noir dasselbe wie Rosé?
Nein. Rosé hat gezielt etwas Schalenkontakt für seine Farbe. Blanc de Noir versucht, so wenig Farbe wie möglich aufzunehmen – im Idealfall keine.
Schmeckt man noch, dass es eine rote Traube war?
Meistens nicht direkt an der Farbe, aber oft an der Textur: rote Trauben bringen häufig etwas mehr Körper und Fruchtkern mit als klassische Weißwein-Reben – auch ohne Schale.
Ist „Roter Riesling“ auch ein Blanc de Noir?
Nein, auch wenn der Name das vermuten lässt. Roter Riesling hat nur eine leicht rosafarbene Schale und zählt trotz des Namens als weiße Rebsorte. Er wird ganz normal wie ein Weißwein gekeltert – ohne die besondere Vorsicht, die man bei einer wirklich dunklen Traube wie Spätburgunder oder Cabernet Sauvignon braucht, um die Farbe draußen zu halten.
Gibt es Ausnahmen, bei denen das nicht funktioniert?
Ja – sogenannte Färbertrauben (z. B. Dornfelder-Verwandte) haben rot gefärbtes Fruchtfleisch, nicht nur rote Schalen. Bei denen bleibt der Saft auch ohne Schalenkontakt rot.
Ist das dasselbe Prinzip wie bei Champagner?
Ja, exakt. Ein Großteil aller Champagner besteht mehrheitlich oder komplett aus roten Trauben (Pinot Noir, Pinot Meunier), die hell gepresst werden.

