Wein für Snowflakes (in a good way)

Mild statt wild

Manche Weine schmecken so kräftig, sauer oder herb, dass du nach dem ersten Schluck erst mal überlegen musst, ob du überhaupt Wein magst. Muss nicht sein. Hier findest du Weine, die es etwas ruhiger angehen lassen: mal weich, mal fruchtig, mal mit etwas Süße – aber ohne großes Geschmacksdrama.

Was heißt "milder Wein" überhaupt?

Weich, rund und entspannt. Kein Säure-Schock, kein spitzes Gefühl auf der Zunge – sondern Wein, bei dem du dich zurücklehnen kannst.

Wie Soft darf's heute sein?

Je mehr Punkte, desto sanfter fühlt sich der Wein an.

etwas frischer
angenehm weich
maximal sanft

Für wenig Mimimi im Mund! Milde Weine mit wenig Säure:

säurearm

Milde Weine mit wenig spürbarer Säure. Für alle, die beim ersten Schluck lieber genießen als das Gesicht verziehen.

Fast wie flüssige Rosenblüten.

Für dich, wenn du intensive Düfte liebst, aber beim Trinken lieber auf viel Säure verzichtest.

Blumig, weich und herrlich aromatisch.

Der hält mal schön den Ball flach.

Für dich, wenn du einen leichten Weißwein suchst, der weder zu sauer noch zu kräftig schmeckt.

Birne, Apfel und ganz viel Milde.

Rosé kann auch ganz sanft.

Für dich, wenn du fruchtigen Rosé liebst, aber keine Lust auf einen allzu sauren Geschmack hast.

Fruchtig, weich und leicht süß.

Ein bisschen Würze muss sein.

Für dich, wenn du milde Weine magst, die trotzdem etwas mehr Geschmack mitbringen dürfen.

Sanfte Säure, etwas Würze, weich im Mund.

Geschmack auf Zimmerlautstärke - Wein mit wenig "Wein":

nicht so intensiv

Du hast den Drang alles mit Wasser zu mischen? Hier: Nicht zu süß, nicht zu herb, nicht zu intensiv. Einfach Weine, bei denen sich geschmacklich keiner in den Vordergrund drängelt. 

Der hat mit niemandem Streit.

Für dich, wenn dir Wein oft zu süß, zu sauer oder zu kräftig ist und du einfach etwas Ausgewogenes suchst.

Ein bisschen Frucht, von nichts zu viel.

Der „Noch ein Glas?“‑Wein.

Für dich, wenn du milde Weine magst, die nicht zu sauer oder zu intensiv schmecken.

Fruchtig, weich und angenehm rund. 

Exotisch, aber ohne großes Tamtam.

Für dich, wenn du frische, fruchtige Weine magst, aber keine besonders kräftigen Aromen möchtest.

Exotische Frucht, angenehm zurückhaltend.

Große Gefühle? Heute nicht.

Für dich, wenn du einen frischen Weißwein suchst, der nicht lange auf deiner Zunge herumtanzt.

Etwas Zitrus, leicht und zurückhaltend.

Weiche Schale, fruchtiger Kern! Mild aber Fruity:

milde Fruchtsüße

Hier darf’s ruhig etwas fruchtiger oder süßer werden. Hauptsache, der Wein bleibt angenehm sanft und zeigt keine allzu herbe Seite.

Von allem ein bisschen.

Für dich, wenn du fruchtige Weine mit etwas Süße magst, die trotzdem schön leicht bleiben.

Aprikose, leicht süß und frisch.

Frucht kann auch Kuschelkurs.

Für dich, wenn du rote Beeren und ein bisschen Süße magst, aber keinen herben Wein möchtest.

Beerig, leicht süß und sanft.

Der Name ist Programm.

Für dich, wenn du süße Weine liebst und auf herbe Überraschungen verzichten möchtest.

Deutlich süß und voller Frucht

Rot im Herzen, sanft im Glas.

Für dich, wenn du fruchtige Weißweine magst und auf schwere oder herbe Geschmäcker verzichten möchtest.

Saftige Beerenfrucht, angenehm leicht.

Mild oder pelzig? Warum sich Wein im Mund so unterschiedlich anfühlt:

Kennst du dieses trockene, pelzige Gefühl nach einem Schluck Rotwein? Dahinter stecken sogenannte Gerbstoffe.

Sie reagieren mit deinem Speichel und sorgen dafür, dass sich dein Mund rau und trocken anfühlt. Je stärker dieser Effekt ist, desto herber wirkt der Wein oft. Bei einem milden Rotwein halten sich diese Gerbstoffe eher zurück – und der Wein fühlt sich angenehm weich an.

Milde Ecke: Alle milden Weine

Sonstige interessante Facts zu milden Weinen

Welcher Wein schmeckt mild und nicht so sauer?

Wenn dir Wein häufig zu sauer schmeckt, achte auf Beschreibungen wie „wenig Säure“, „weich“ oder „mild“. Ein Rivaner kann beispielsweise eine gute Wahl sein. Bei Vinnfred gehört „Das Kölsch unter den Weinen“ zu den besonders sanften Kandidaten. Er schmeckt leicht nach Birne und Apfel, ohne dass die Säure stark auffällt.

Welcher Wein schmeckt möglichst wenig nach Wein?

Wenn dich der typische Weingeschmack bisher nicht überzeugt hat, probiere einen eher leichten, zurückhaltenden Wein. Einer, bei dem weder Säure noch Süße oder herbe Noten besonders hervorstechen. Unser „Rein in den Rachen“ ist so ein Kandidat: etwas Frucht, ein bisschen Süße und insgesamt angenehm ausgewogen.

Ist milder Wein immer süß?

Nein. Ein milder Wein muss nicht süß schmecken. Manche Weine sind besonders sanft, weil sie wenig Säure haben. Andere schmecken weich und rund oder sind einfach nicht besonders intensiv. Es gibt deshalb sowohl trockene als auch süßere Weine, die gut in unsere Kategorie „Mild statt wild“ passen.

Welcher milde Wein eignet sich für Anfänger?

Das hängt davon ab, was du an Wein bisher nicht mochtest. Wenn er dir oft zu sauer war, probiere einen Wein aus unserer Auswahl mit wenig spürbarer Säure. Wenn du Wein generell zu intensiv findest, bist du bei „Geschmack auf Zimmerlautstärke“ richtig. Und wenn du lieber Frucht und etwas Süße magst, schau bei „Frucht statt Faustschlag“ vorbei.

Kann auch Rotwein mild schmecken?

Ja! Rotwein muss nicht immer kräftig, herb oder schwer sein. Manche Rotweine schmecken angenehm weich und hinterlassen kaum dieses trockene, pelzige Gefühl im Mund. Besonders die Geschmacksbeschreibung ist hier wichtig: Nicht jeder Rotwein aus derselben Traube schmeckt gleich. Wenn du Rotwein bisher zu heftig fandest, lohnt sich ein Blick auf die sanfteren Vertreter.
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