Der Riesling ist Deutschlands Antwort auf die Frage, warum weiße Weine so komplex sein können wie rote – und dabei trotzdem frisch bleiben. Was ihn besonders macht: Er schmeckt nicht überall gleich, sondern nimmt den Charakter seines Bodens richtig auf, egal ob Schiefer an der Mosel oder Kalk in der Pfalz. Und er altert wie kein zweiter – Rieslinge die 20 oder 30 Jahre auf dem Buckel haben, machen oft noch mehr Spaß als frisch abgefüllt.
Oestricher Lenchen Riesling Spätlese süß – 2025 – Weingut sechzehn ein&vierzig
Wein Steckbrief:
Artikelnummer | 1552 |
Bezeichnung | Wein |
Weinart | Weißwein |
Jahrgang | 2025 |
Qualitätsstufe | Prädikatswein |
Anbauregion | Rheingau |
Rebsorte | Riesling |
Restsüße | 50g/l |
Säuregehalt | 7.1g/l |
Aromen | Floral, Zitrusfrucht, Steinobst |
Geschmack | Fruchtbetont, Frisch, Süß |
Verschluss | Drehverschluss |
Alkoholgehalt | 9.5 vol. % |
Optimale Trinktemperatur | 9 °C. |
Restsüße: 50g/l
So viel Restzucker befindet sich noch im Wein
trocken
feinherb
lieblich
süß
Säuregehalt: 7.1g/l
So viel Säure befindet sich im Wein
weich
ausgewogen
frisch
sprizig
Körper: mittel
Voll oder nicht voll, das ist hier die Frage
schlank
mittel
kräftig
vollmundig
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Über diesen Wein 🔎
Der Oestricher Lenchen Riesling 2025 ist eine süße Spätlese aus einer der bekannten Oestricher Rieslinglagen.
Mit 50,0 g/l Restzucker ist die Stilistik analytisch eindeutig süß. Gleichzeitig bringt der Wein 7,1 g/l Säure mit – für Riesling ein wichtiger Gegenpol zur ausgeprägten Süße.
Der Vinnzer beschreibt den Wein selbst als saftig und fruchtig. Aromatisch geht es in Richtung Zitrusfrucht, Steinobst und florale Noten. Zusammen mit der ausgeprägten Süße ergibt das eine klar fruchtbetonte Stilistik.
Mit nur 9,5 % vol. Alkohol fällt der Alkohol vergleichsweise niedrig aus. Bei restsüßen Weinen ist das nicht ungewöhnlich: Ein Teil des natürlichen Zuckers wird bei der Gärung nicht vollständig in Alkohol umgewandelt und bleibt im fertigen Wein erhalten.
Wichtig: Spätlese bedeutet nicht automatisch süß. Das Prädikat beschreibt in erster Linie die Reife beziehungsweise das Mostgewicht der Trauben. Eine Spätlese kann auch trocken ausgebaut werden. Bei diesem Wein sorgen erst die 50,0 g/l Restzucker für die klare süße Einordnung.
Unterm Strich: eine süße Riesling-Spätlese mit viel Frucht, ausgeprägtem Restzucker, deutlicher Säure und niedrigem Alkohol.
Über die Rebsorte 🍇
Über Lage und Boden 📍
-
Mergel & Lösslehm
Mergel und Lösslehm bringen zwei Eigenschaften zusammen, die Reben ziemlich gut gebrauchen können: Sie speichern Wasser und Nährstoffe, bleiben dabei aber tief durchwurzelbar. Lösslehm besteht aus feinen, vom Wind abgelagerten Mineralpartikeln und hält Feuchtigkeit besonders gut im Boden. Mergel ist eine Mischung aus Ton und Kalk und sorgt zusätzlich für eine kalkreiche, eher basische Umgebung.
Weine von diesen Böden wirken deshalb häufig saftig, rund und körperreicher als Weine von sehr kargen Untergründen. Die Frucht zeigt sich oft reif und klar, gleichzeitig kann der Kalkanteil im Mergel die Säurestruktur unterstützen. Das Ergebnis sind meist Weine mit Substanz und Schmelz, die trotzdem frisch und nicht schwerfällig wirken.
Gerade Weißweine profitieren von dieser Kombination: Der Lösslehm liefert Fülle und Frucht, der Mergel bringt Struktur und Spannung dazu.
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Über die Vinnzer 👨🔬
Der Name klingt ungewöhnlich, ist aber ziemlich logisch: Die Familie Bickelmaier wird bereits 1641 erstmals in einem Oestrich-Winkeler Kirchenbuch erwähnt und gehört damit zu den ältesten Vinnzerfamilien des Rheingaus. Hinter dem Weingut stehen heute Jennifer und Bernhard Bickelmaier, die aus der langen Familiengeschichte kein verstaubtes Traditionsmuseum machen, sondern ein modernes Weingut mit klarer Handschrift.
Bernhard kümmert sich um Weinberge und Keller, Jennifer behält Gestaltung, Logistik und das große Ganze im Blick. Der Schwerpunkt liegt auf Riesling, ergänzt durch weniger typische Rheingauer Sorten wie Kerner, Roten Riesling oder Silvaner. Ihr gemeinsames Ziel: frische, lagentypische Weine, die unkompliziert Spaß machen und Wein nicht unnötig elitär erscheinen lassen.
Kurz gesagt: viel Tradition im Namen, aber kein Staub auf der Flasche.
Über die Region 🗺️
Der Rheingau ist klein, beim Riesling aber ganz vorne dabei. Zwischen Wiesbaden und Lorch zieht sich das Anbaugebiet am Rhein entlang. Weil der Fluss hier für einige Kilometer nach Westen fließt, liegen viele Weinberge auf sonnenreichen Südhängen. Der Rhein speichert zusätzlich Wärme und sorgt gemeinsam mit dem vergleichsweise milden Klima für eine lange Reifezeit.
Fast 80 Prozent der Rebfläche sind mit Riesling bepflanzt. Keine andere deutsche Weinregion setzt anteilig so konsequent auf diese Rebsorte. Je nach Lage trifft sie im Rheingau auf Löss, Lehm, Mergel, Quarzit oder Schiefer und zeigt entsprechend unterschiedliche Seiten: von schlank und mineralisch bis saftig, kräftig oder fruchtsüß. Auch Spätburgunder spielt eine wichtige Rolle, besonders rund um Assmannshausen.
Also, wir merken uns: viel Riesling, viele unterschiedliche Böden und eine ziemlich ideale Lage am Rhein.
Das ist drin 🍷
Zutaten:
Trauben, Saccharose, Konservierungsstoffe und Antioxidationsmittel: Sulfite
Enthält: Sulfite
Nährwerte:
Nährwerte pro 100 ml
| Brennwert kj | 322 kj |
|---|---|
| Brennwert kcal | 77 kcal |
| Fett | 0 g |
| Kohlenhydrate | 5,8 g |
| davon davon Zucker | 5 g |
| Eiweiß | 0 g |
| Salz | 0 g |
Enthält geringfügige Mengen von:
Fett, gesättigte Fettsäuren, Eiweiß, Salz
