Vom grauen Schiefer Riesling Spätlese trocken 2024 – Weingut Weich

Vom grauen Schiefer Riesling Spätlese trocken 2024 – Weingut Weich

Ein schlanker Riesling vom grauen Devonschiefer, der sich im Glas deutlich verändert. Erst klar, frisch und mineralisch, dann kommt Aprikose dazu. Im Abgang zieht die Säure nochmal kräftig an und bleibt lange präsent.

Wein Steckbrief:

Artikelnummer
1682
Bezeichnung
Wein
Weinart
Weißwein
Jahrgang
2024
Qualitätsstufe
Prädikatswein
Anbauregion
Mosel
Rebsorte
Riesling
Restsüße
8g/L
Säuregehalt
 
Aromen
Reife Traube, Aprikose, Zitrus
Geschmack
Säurebetont, Mineralisch, Klar
Verschluss
Drehverschluss
Alkoholgehalt
11.5 vol. %
Optimale Trinktemperatur
11 °c.

Preis:  10,90

inkl. 19 % MwSt.

Produkt enthält: 0,75 l

Verfügbarkeit: 24 vorrätig

- +

Restsüße: 8g/l

So viel Restzucker befindet sich noch im Wein

trocken

feinherb

lieblich

süß

 

So viel Säure befindet sich im Wein

weich

ausgewogen

frisch

sprizig

Körper: schlank

Voll oder nicht voll, das ist hier die Frage

schlank

mittel

kräftig

vollmundig

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Über diesen Wein 🔎

Der „Vom Grauen Schiefer“ startet zunächst ziemlich geradlinig. In der Nase zeigen sich Zitrus, reife Traube und ein leicht steiniger Eindruck. Am Gaumen wirkt er klar und schlank, die Säure ist präsent, aber zunächst gut eingebunden.

Dann verändert sich der Wein spürbar. Im Mittelteil kommt gelbe Frucht dazu, besonders Aprikose. Für einen Moment wirkt er dadurch etwas voller und weicher. Danach kippt das Spiel wieder zurück in Richtung Frische. Die Säure zieht im Abgang deutlich an und bleibt lange auf der Zunge.

Bei der Verkostung fiel dafür das Bild von den „zwei Gesichtern“: mineralisch und schlank im Auftakt, fruchtiger in der Mitte, deutlich säurebetonter zum Schluss. Kein Riesling, der einfach eine Linie durchzieht. Gerade dieser Wechsel macht ihn interessant.

Über die Rebsorte 🍇

Der Riesling ist Deutschlands Antwort auf die Frage, warum weiße Weine so komplex sein können wie rote – und dabei trotzdem frisch bleiben. Was ihn besonders macht: Er schmeckt nicht überall gleich, sondern nimmt den Charakter seines Bodens richtig auf, egal ob Schiefer an der Mosel oder Kalk in der Pfalz. Und er altert wie kein zweiter – Rieslinge die 20 oder 30 Jahre auf dem Buckel haben, machen oft noch mehr Spaß als frisch abgefüllt.

Der Wein stammt von alten Reben mit niedrigen Erträgen. Weniger Trauben pro Rebstock bedeutet dabei nicht automatisch „besser“, kann aber zu konzentrierterem Lesegut führen und ist bei diesem Wein Teil der Stilistik.

Über Lage und Boden 📍

Mehringer Zellerberg
Der Mehringer Zellerberg ist eine Steillage mit grauem Devonschiefer. Die dunklen Schieferplatten nehmen tagsüber Wärme auf und geben sie nach Sonnenuntergang wieder ab. Gleichzeitig ist der Untergrund karg und durchlässig. Bei Weich kommen hier alte Reben mit niedrigen Erträgen zum Einsatz. Ihre Wurzeln reichen tief in den Untergrund. Der Name „Vom Grauen Schiefer“ ist damit ziemlich wörtlich zu verstehen: Die Herkunft steht bei diesem Wein klar im Mittelpunkt.
Boden: 
  • Grauer Devonschiefer

    Grauer Devonschiefer ist Schiefergestein, das aus dem Erdzeitalter Devon stammt. Er ist viele hundert Millionen Jahre alt und prägt große Teile der Mosel. Die dunklen Steine speichern Wärme, der Boden bleibt eher karg und durchlässig. Gerade alte Reben können hier tief wurzeln und auch in trockeneren Phasen Wasser und Nährstoffe aus tieferen Schichten holen.

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Über die Vinnzer 👨‍🔬

Riol liegt zwischen Trier und der ersten großen Moselschleife – ein Ort, den man auf dem Weg zur Mittelmosel eher durchfährt als ansteuert. Genau dort bewirtschaftet Familie Weich knapp neun Hektar, dazu gehören Gästehaus, Weinstube und eine eigene Brennerei.

Spannend wird es unter den Reben: Neben klassischem grauem Devonschiefer arbeitet Weich auch mit rotem, verwittertem Tonschiefer im Schweicher Annaberg. Der lehmigere Untergrund speichert mehr Wasser und kann den Weinen eine würzigere, erdigere Art geben. Im Mehringer Zellerberg dominiert dagegen grauer Devonschiefer – zwei Böden, die sich im direkten Vergleich besonders gut zeigen.

Bernhard Weich arbeitet dabei eher zurückhaltend: möglichst wenig Eingriff, sowohl im Weinberg als auch im Keller. Alte Reben mit niedrigen Erträgen spielen eine wichtige Rolle. Im Sortiment stehen neben Riesling auch Weiß- und Grauburgunder, Sauvignon Blanc, Rivaner sowie verschiedene Rotweine.

Und dann gibt es noch die Familiengeschichte: Tochter Lara wurde 2024 nach zwei Jahren als Weinprinzessin zur 50. Weinkönigin von Riol gekrönt. Ihr eigener Wein heißt Rebenrausch – und steht ebenfalls bei uns im Sortiment.

Über die Region 🗺️

Die Mosel gehört zu den bekanntesten Weinregionen Deutschlands – und zu den spektakulärsten. Entlang des Flusses wachsen die Reben an steilen Hängen, die oft nur von Hand bewirtschaftet werden können. Die Sonne wird von den Schieferböden gespeichert und nachts langsam wieder abgegeben. Zusammen mit dem Fluss entsteht so ein besonderes Klima, das den Trauben viel Zeit zum Reifen gibt.

Typisch für die Mosel sind elegante, fruchtbetonte Weine mit einer lebendigen Säure und oft etwas weniger Alkohol als in anderen Regionen. Vor allem Riesling fühlt sich hier wohl und entwickelt Aromen von Zitrusfrüchten, grünem Apfel oder Pfirsich – je nach Ausbau auch mit der berühmten mineralischen Note, für die die Mosel weltweit bekannt ist.

Viele Winzer setzen hier auf Handarbeit und Generationenwissen. Das macht die Mosel nicht nur landschaftlich besonders, sondern auch zu einer Region, deren Weine oft leicht, präzise und unglaublich trinkfreudig sind.

Das ist drin 🍷

Zutaten:

Trauben, Sulfite, E414/E466, Kohlendioxid

Enthält: Sulfite

Nährwerte:

Leider stehen uns keine Nährwerte zur Verfügung

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