Riol liegt zwischen Trier und der ersten großen Moselschleife – ein Ort, den man auf dem Weg zur Mittelmosel eher durchfährt als ansteuert. Genau dort bewirtschaftet Familie Weich knapp neun Hektar, dazu gehören Gästehaus, Weinstube und eine eigene Brennerei.
Spannend wird es unter den Reben: Neben klassischem grauem Devonschiefer arbeitet Weich auch mit rotem, verwittertem Tonschiefer im Schweicher Annaberg. Der lehmigere Untergrund speichert mehr Wasser und kann den Weinen eine würzigere, erdigere Art geben. Im Mehringer Zellerberg dominiert dagegen grauer Devonschiefer – zwei Böden, die sich im direkten Vergleich besonders gut zeigen.
Bernhard Weich arbeitet dabei eher zurückhaltend: möglichst wenig Eingriff, sowohl im Weinberg als auch im Keller. Alte Reben mit niedrigen Erträgen spielen eine wichtige Rolle. Im Sortiment stehen neben Riesling auch Weiß- und Grauburgunder, Sauvignon Blanc, Rivaner sowie verschiedene Rotweine.
Und dann gibt es noch die Familiengeschichte: Tochter Lara wurde 2024 nach zwei Jahren als Weinprinzessin zur 50. Weinkönigin von Riol gekrönt. Ihr eigener Wein heißt Rebenrausch – und steht ebenfalls bei uns im Sortiment.
